Friaul-Julisch Venetien ist eine Region der Kontraste und der stillen Größe. Im Norden ragen die Friauler Dolomiten auf, im Süden öffnet sich die Adria mit den Lagunen von Grado und Marano. Dazwischen liegt eine Landschaft, die in wenigen Stunden Fahrt vom Hochgebirge zum Meer führt — und dabei einige der komplexesten Weine, Schinken und Käsesorten Italiens produziert.
Friaul war immer ein Durchgangsland: Römer, Langobarden, Venezianer und Habsburger hinterließen alle ihre Spuren. Aquileia, einst viertgrößte Stadt des Römischen Reiches, ist heute ein UNESCO-Welterbe mit einer der bedeutendsten Mosaikböden der Welt. Das Langobardendorf Cividale del Friuli bewahrt seine einzigartige germanisch-romanische Architektur. Und Triest — lange Zeit der einzige Adriahafen des Habsburgerreiches — ist bis heute eine Zwischenstadt der Kulturen, ein Ort, an dem Mitteleuropa das Mittelmeer trifft.
Die Natur des Friulanischen ist außerordentlich vielfältig: die wildromantischen Schluchten des Natisone-Tales, die Karstlandschaft des Carso mit ihren unterirdischen Höhlen (darunter die Grotta Gigante nahe Triest), die Lagunen mit ihrem reichen Vogelleben und die imposanten Gipfel der Carnia. Das Tagliamento-Delta gilt als einer der letzten naturbelassenen Flüsse Europas.
Die friulanische Küche ist eine der eigenständigsten Italiens. San Daniele del Friuli produziert einen Rohschinken, der weltweit zu den feinsten gehört. Die Weine des Collio und des Friuli Colli Orientali — Ribolla Gialla, Friulano, Refosco — haben Weltruf. Dazu kommen Montasio-Käse, Frico (ein knuspriger Käsekuchen), Cjarsons (süß-salzige Ravioli) und die schlichte Grenzküche des Carso.
Aquileia (UNESCO-Welterbe), Schloss Miramare bei Triest, das historische Zentrum von Udine, Cividale del Friuli (Langobarden-UNESCO-Erbe), die Weinberge des Collio zwischen Cormons und Gorizia, das Naturreservat Laguna di Marano und die Bergdörfer der Carnia.
Lignano Sabbiadoro
Sappada
Sappada…
Venzone
Venzone…
Tarvisio
Tarvisio…
San Daniele del Friuli
San Daniele del Friuli…
San Daniele del Friuli
San Daniele del Friuli…
Cormòns
Cormòns…
Tarvisio
Tarvisio…
Udine
Udine…
Lignano Sabbiadoro
Lignano Sabbiadoro…
Malborghetto
Fort Hensel (Malborghetto, Val Canale)…
Venzone
Mumienmuseum in Venzone…
Die einzigartige Dichte an Geschichte, Natur und Küche auf kleinstem Raum. In einem Tag kann man morgens antike Römerruinen in Aquileia besichtigen, mittags im Collio Wein trinken und abends in Triest Kaffeekultur erleben.
Triest und Udine haben Bahnverbindungen nach Wien, Venedig und Ljubljana. Der Flughafen Triest (Ronchi dei Legionari) verbindet mit Ryanair und anderen nach ganz Europa. Per Auto ist man aus Wien in unter 4 Stunden da.
Ribolla Gialla (orange oder klassisch-weiß), Friulano (ehemals Tocai), Pinot Grigio in seiner ernsthaften Variante, und die autochthonen Roten wie Refosco dal Peduncolo Rosso oder Schioppettino.
Sehr. Aquileia ist oft übersehen, aber das UNESCO-Welterbe bietet den bedeutendsten erhaltenen Mosaikboden der westlichen Christenheit. Am besten früh morgens — fast ohne Touristen und mit bestem Licht für Fotos.
Triest ist eine eigenständige Hauptstadt mit multikultureller Geschichte (habsburgisch, griechisch, jüdisch, slowenisch) und einer anderen Energetik als das ländlichere Friaul. Zusammen ergänzen sie sich perfekt für einen Rundtrip.